Dank und Anerkennung für jahrzehntelanges Engagement

Bei einer bewegenden Jubiläumsfeier haben wir langjährige Mitarbeitende geehrt und Kolleginnen und Kollegen herzlich in den Ruhestand verabschiedet.

Es ist tiefe Nacht in der Klinik, die rege Betriebsamkeit des Tages ist vorüber, Patientinnen und Patienten schlafen friedlich in ihren Betten. Die Flure liegen still da. Wo vor wenigen Stunden noch ein stetes Kommen und Gehen herrschte, liegt nun eine sanfte Ruhe über dem ganzen Haus. In dieser besonderen Atmosphäre zu nachtschlafender Zeit ist Elke Geissel-Pohl konzentriert bei der Arbeit. Als Dauernachtwache kennt sie die Klinik in ihrer stillsten Form: Während andere schlafen, sorgt sie für Sicherheit und Geborgenheit auf ihrer Station. Und das bereits seit 33 Jahren. 

 „Die Nacht hat ihren eigenen Rhythmus, ich habe mich hier immer sehr wohlgefühlt, auch zu dieser eher ungewöhnlichen Tageszeit“, erzählt sie fröhlich. Als sie Anfang der 1990-er Jahre ihre Ausbildung zur Krankenschwester in Nürnberg begann, konnte sie sich noch nicht vorstellen, ausschließlich nachts zu arbeiten. Nach ihrem Wechsel ans DGD Diakonie-Krankenhaus Wehrda (DKH-W) arbeitete sie erst Teilzeit, schließlich Vollzeit im Nachtdienst und fand großen Gefallen an der nächtlichen Arbeit. Immer bis 6 Uhr am Morgen war sie für ihre Patientinnen und Patienten der Inneren Medizin da – mit Erfahrung, Ruhe und viel Einfühlungsvermögen. Ob bei der Überprüfung einer Infusion, der gewissenhaften Dokumentation der Vitalwerte oder wenn Patienten regelmäßig umgelagert werden mussten. „Es ist auch nachts immer einiges an Arbeit zu erledigen, aber ich kann mich dann einfach gut konzentrieren – ohne Ablenkungen und ohne, dass ein Telefon klingelt“, verrät sie lachend und auch mit ein wenig Wehmut in der Stimme. 

Von der Kfz-Werkstatt ins DKH

Denn nun verabschiedet sich Elke Geissel-Pohl in den Ruhestand – nach mehr als drei Jahrzehnten voller Hingabe und Fürsorge. „Auf Elke war immer Verlass, sie war der gute Geist der Klinik zur Nachtzeit“, lobt Wolfgang Rey, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung (MAV) und selbst einer der kürzlich von der Klinik geehrten Jubilare des zweiten Halbjahres 2025. Beide sind alte Bekannte, waren sogar schon Nachbarn und viele Jahre auch Kollegen im Pflegedienst. Der gelernte Kfz-Mechaniker orientierte sich vor 30 Jahren beruflich völlig neu und wurde Krankenpfleger im DKH-W – in einem Herzensberuf, den er immer mit großer Leidenschaft ausübte. Bevor er sich 2019 vollends der MAV widmete, arbeitete er auf verschiedenen Stationen und traf zu später Stunde immer mal auf die langjährige Kollegin. Gerade dann, wenn eine zusätzliche helfende Hand benötigt wurde: „Wir haben uns immer gegenseitig unterstützt und ausgeholfen, das gehört einfach dazu bei uns“, berichtet Rey mit einem Lachen. 

Er wurde wie zahlreiche weitere Kolleginnen und Kollegen während der Jubiläumsfeier der Klinik für seine langjährige Treue geehrt und mit einer besonderen Ehrung, dem goldenen Kronenkreuz der Diakonie, ausgezeichnet. Es ist feste Tradition im Haus, dass zweimal im Jahr Mitarbeitende mit runden Jubiläen sowie Kollegen, die in den Ruhestand gehen, im feierlichen Rahmen geehrt beziehungsweise herzlich verabschiedet werden. Jeder einzelne Mitarbeitende trägt seinen Teil dazu bei, dass das Marburger Krankenhaus mit Herz über viele Jahrzehnte existiert und hoch angesehen ist. „Sie alle verkörpern, was uns als Klinik ausmacht: Verlässlichkeit, Professionalität, Menschlichkeit und Herzlichkeit. Jeder von Ihnen hat mitgeholfen, unsere Werte zu leben und weiterzugeben, und dafür gebührt Ihnen unser ganzer Respekt“, lobte Geschäftsführer Sebastian Spies in seiner Ansprache. 

"Medizinische Qualität lebt durch die Menschen"

Auch der Ärztliche Direktor Dr. Timon Vassiliou betonte die besondere Rolle des Miteinanders im Klinikalltag: „Medizinische Qualität entsteht nicht allein durch Technik oder Wissen – sie lebt durch die Menschen aller Abteilungen, von der Pflege bis zur Hauswirtschaft, die Tag für Tag Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass alles reibungslos läuft.“

Ein respektvolles Miteinander ist in Wehrda ein hohes Gut und das wird öffentlich auch wahrgenommen, wie Pflegedirektor Claus Bollong gerade in Bewerbungsgesprächen immer wieder bemerkt: „Wir sind ein familiäres Unternehmen, ein Haus, in dem man noch gesehen und wahrgenommen wird, wo Kollegen aufeinander achten – dafür meinen ganz herzlichen Dank an Sie“, betonte Bollong.

Jede einzelne Ehrung der Mitarbeitenden bei diesem festlichen Anlass wurde begleitet vom herzlichen Applaus der anwesenden Kolleginnen und Kollegen, die den Abend bei einem gemeinsamen Essen und intensiven Gesprächen ausklingen ließen.

 

Ehrungen

Folgende Jubilare wurden geehrt und ab 15 Jahren mit dem Silbernen Kronenkreuz und ab 25 Jahren mit dem Goldenen Kronenkreuz der Diakonie ausgezeichnet:

10 Jahre: Jörg Axt, Julia Rappl, Valentina Brogsitter, Miriam Witt, Wiebke Kloppe, Ruben Bachmann
15 Jahre (Silbernes Kronenkreuz): Ingrid Engelbach, Blanka Macik, Natalya Heinicke, Berit Graf, Heike Simon, Petra Schlothane
20 Jahre (Silbernes Kronenkreuz): Antje Sarge, Tanja Mierau, Ramona Marozsan, Alexander Reeber, Lisa-Marie Winter, Johanna Zörb, Thomas Ortwein, Bernd Wick, Katrin Naumann 
25 Jahre (Goldenes Kronenkreuz): Ines Semus, Thomas Mundschau
30 Jahre (Goldenes Kronenkreuz): Wolfgang Rey, Almut Wege, Manfred Volland 
35 Jahre (Goldenes Kronenkreuz): Alexandra Bernhardt