Gelenk-Kompetenz auf höchstem Niveau: Gleich mehrere Knie-Experten operieren am DGD Diakonie-Krankenhaus Wehrda

Prof. Dr. Turgay Efe (von links), PD Dr. Karl Schüttler, Dr. Hans-Henning Gratz, Chefarzt Prof. Dr. Jan Schmitt und Geschäftsführer Sebastian Spies freuen sich über die hohe Auszeichnung der AOK im Leistungsbereich Kniegelenkersatz. Foto: Ina Tannert / DGD Diakonie-Krankenhaus Wehrda

Die Krankenkasse AOK Hessen hat unsere Klinik erneut für einen besonders hohen medizinischen Standard in der Kategorie Kniegelenkersatz mit der höchsten Wertungsstufe ausgezeichnet. Unsere Kniespezialisten berichten über ein spannendes Fachgebiet.

Das DGD Diakonie-Krankenhaus Wehrda zählt mittlerweile zu den führenden Einrichtungen, wenn es um hochwertigen Gelenkersatz geht. Gleich mehrere spezialisierte Fachärzte operieren dort auf höchstem Niveau – vom Einsetzen einer Hüftprothese bis zum besonders anspruchsvollen Kniegelenkersatz. 

Die Zahlen sprechen für sich: Alleine im Bereich der Knie-Prothetik finden in Wehrda jährlich rund 300 Operationen mit Primär-Endoprothesen am Knie statt. Hinzu kommen bis zu 100 – wesentlich anspruchsvollere – Revisions- und Wechseleingriffe. Dabei werden alte Prothesen durch neue künstliche Gelenke ausgetauscht. Gerade mit Blick auf die Klinikgröße außergewöhnlich hohe Zahlen – bereits seit Jahren kann die Klinik die höchsten Fallzahlen im Landkreis Marburg-Biedenkopf auf diesem Gebiet vorweisen.

Daher ist das Haus mit vier ausgewiesenen Spitzenkräften auch besonders gut aufgestellt: Neben Prof. Dr. Jan Schmitt, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, operieren in Wehrda auch die drei Belegärzte Dr. Hans-Henning Gratz vom orthopädischen Zentrum „OrthoZeMa“ in Marburg sowie Prof. Dr. Turgay Efe und PD Dr. Karl Schüttler vom Facharztzentrum „orthopaedicum Lich, Gießen und Marburg“. 

Das ist eine Kooperation mit langer Erfolgsgeschichte: Bereits seit 2014 verhilft etwa Hans-Henning Gratz Patientinnen und Patienten mit ernsthaften Knieproblemen in Wehrda zu neuer Beweglichkeit, ist somit seit mehr als zehn Jahren eine konstante Größe im Haus. Der erfahrene Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie hat sich früh auf die Endoprothetik spezialisiert – schon während seiner Ausbildung im Kreiskrankenhaus Frankenberg weckte gerade die Kniechirurgie sein medizinisches Interesse: „Das Kniegelenk ist von der Oberfläche her das größte Gelenk des Körpers mit einer besonders wichtigen Funktion für den ganzen menschlichen Bewegungsapparat. Es muss sowohl Stabilität wie Beweglichkeit sicherstellen, fein und präzise bewegt werden können – dieses Zusammenspiel zwischen Sehnen, Bändern, Knochen und Muskeln hat mich von Anfang an fasziniert“, schwärmt Gratz noch heute. 

Neue Beweglichkeit und mehr Lebensfreude für Patientinnen und Patienten

Jede Operation erfordert höchste Präzision, strukturiertes Arbeiten und Erfahrung, „im OP entscheidet sich ja schließlich, ob sich Patientinnen und Patienten langfristig schmerzfrei und stabil bewegen können“. Das natürliche Kniegelenk solle so lange wie möglich erhalten bleiben, „das ist natürlich das Ziel – wenn ein Gelenk aber zu sehr beschädigt und beeinträchtigt ist, kann eine Prothese wieder für mehr Beweglichkeit und damit mehr Lebensfreude sorgen. Dies ist für mich die größte Motivation in meinem Beruf“, verdeutlicht Gratz. Mit dem DGD Diakonie-Krankenhaus Wehrda hat er dabei einen idealen Kooperationspartner gefunden: „Die Übersichtlichkeit war für mich tatsächlich ausschlaggebend, die Klinik ist nicht zu groß und nicht zu klein – die Organisation klappt äußerst gut, alle Kollegen stehen abwechselnd im OP und arbeiten dennoch eng zusammen“, betont der Knie-Spezialist. 

So wie Prof. Dr. Turgay Efe und PD Dr. Karl Schüttler, die sich ebenfalls voll und ganz auf die Behandlung von Knien spezialisiert haben – von der Sport-Orthopädie und -Traumatologie bis hin zum Kniegelenkersatz. Die beiden Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie haben sich vor rund einem Jahr für eine Kooperation mit dem DGD Diakonie-Krankenhaus Wehrda entschlossen: „Hier gibt es erfahrene OP-Teams und eine hervorragende Infrastruktur. Jede Operation ist schließlich Teamarbeit – vom präzisen Eingriff bis zur anschließenden Rehabilitation – und das funktioniert hier wunderbar“, berichtet Karl Schüttler. Kollege Turgay Efe kennt Chefarzt Jan Schmitt bereits seit 25 Jahren, „wir haben lange gemeinsam operiert, und als er an die Klinik in Wehrda wechselte, war für uns klar, dass wir mitgehen.“

Darüber kann sich der Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie nur freuen, der mit seinem neu aufgestellten Klinik-Team in seiner Fachabteilung sowie den drei spezialisierten Belegärzten die medizinische Expertise in Wehrda noch kompetenter und deutlich breiter aufgestellt hat. „So können wir unseren Patientinnen und Patienten eine umfassende Versorgung auf höchstem medizinischen Niveau anbieten – von der Diagnostik über die konservative Therapie bis hin zu komplexen endoprothetischen Eingriffen“, betont Schmitt. 

Das gebündelte Fachwissen fällt auf und wurde nun zum wiederholten Mal mit einer ganz besonderen Auszeichnung bedacht: Die Krankenkasse AOK Hessen hat das DGD Diakonie-Krankenhaus Wehrda im Leistungsbereich Kniegelenkersatz mit der höchsten Wertungsstufe von drei sogenannten „Lebensbäumchen“ ausgezeichnet – ein Zeichen für die langjährige, hervorragende Kontinuität. Die maximale Anzahl an Lebensbäumchen steht für eine überdurchschnittlich hohe Behandlungsqualität und ist sichtbares Qualitätsmerkmal für einen besonders hohen medizinischen Standard. Damit gehört die Klinik laut Bewertung im aktuellen AOK-Kliniknavigator erneut bundesweit zu den besten 20 Prozent der Krankenhäuser bei diesem hoch spezialisierten Eingriff. 

„Die Auszeichnung ist für uns alle eine Bestätigung und Motivation gleichermaßen, unsere exzellente medizinische Qualität aufrechtzuerhalten und weiter auszubauen“, freut sich Schmitt. Geschäftsführer Sebastian Spies ergänzt: „Das ist eine große Ehre für uns, die Auszeichnung haben sich unsere Chirurgie- und OP-Teams gemeinsam erarbeitet – sie zeigt, dass wir hier Spitzenmedizin betreiben und wichtiger Ansprechpartner für Gelenkmedizin in der ganzen Region sind.“

Klinik erfüllt schon jetzt neue Anforderungen für Gelenkersatz

Aus diesem Grund sieht man in Wehrda auch einer aktuellen Gesetzesänderung für Kliniken mit Gelassenheit entgegen: Ab dem Jahr 2028 gelten bundesweit verbindliche höhere Mindestmengenregelungen für bestimmte orthopädische Eingriffe – darunter das erstmalige Einsetzen einer Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP), einer unikondylären Schlittenprothese sowie den Wechsel eines Kniegelenkersatzes im Rahmen einer Revision. Ziel dieser Regelung ist es, Qualität und Patientensicherheit durch ausreichende Routine zu sichern.

„Das DGD Diakonie-Krankenhaus erfüllt alle diese künftig geltenden höheren Anforderungen bereits heute – ein weiteres starkes Qualitätsmerkmal, das die Kompetenz und Erfahrung des gesamten endoprothetischen Teams unterstreicht“, betont Spies.

Über die AOK-Auszeichnung

Durch das AOK-Bewertungssystem der sogenannten „Lebensbäumchen“ für Kliniken wird die Qualität von Krankenhausbehandlungen sichtbar und messbar. Die Bewertung fließt in den AOK-Gesundheitsnavigator ein, der Patientinnen und Patienten vor einer medizinischen Behandlung bei der Suche nach einer passenden Klinik unterstützt. Dazu wird auf Grundlage von Qualitätsberichten und Routinedaten von Kliniken bundesweit die Behandlungsqualität von Krankenhäusern für zahlreiche medizinische Eingriffe gemessen und über ein QSR-Verfahren (Qualitätssicherung mit Routinedaten) beurteilt. 

Es ist nicht die erste Auszeichnung dieser Art für das DGD Diakonie-Krankenhaus Wehrda: Die Klinik hat bereits in der Vergangenheit von der AOK Hessen mit drei Lebensbäumchen die volle Punktzahl für die Leistungsbereiche „Implantation einer Kniegelenks-Endoprothese“, „Operation bei hüftgelenknahem Oberschenkelbruch“, „Therapeutischer Herzkatheter (PCI) bei Patienten ohne Herzinfarkt“ sowie für den Eingriff „Verschluss eines Leistenbruchs“ erhalten und auch dort eine bestmögliche Behandlungsqualität unter Beweis gestellt.

Hier geht es zum AOK-Gesundheitsnavigator: www.aok.de/pk/gesundheitsnavigator