Mit Präzision und Hingabe: „Breitband-Neurochirurg“ operiert nun in Wehrda

Mit PD Dr. med. Benjamin Saß gewinnen das Wirbelsäulenzentrum Marburg und das DGD Diakonie-Krankenhaus Wehrda einen erfahrenen Spezialisten.
Privatdozent Dr. med. Benjamin Saß verstärkt als hochkompetenter Neurochirurg das Wirbelsäulenzentrum (WSZ) Marburg. Somit operiert er künftig am DGD Diakonie-Krankenhaus Wehrda. Zuvor war er Leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor der Neurochirurgie am Universitätsklinikum Marburg.
Der 44-Jährige beherrscht ein breites Behandlungsspektrum: Es reicht von Eingriffen am Gehirn bis hin zu komplexen Wirbelsäulenoperationen. Selbst in der pränatalen Chirurgie, also bei Operationen an ungeborenen Kindern im Mutterleib, war er bereits tätig – ein hoch spezialisiertes Fachgebiet, das europaweit nur wenige Kliniken anbieten. Seine Leidenschaft für die Neurochirurgie entdeckte er jedoch eher zufällig.
Während seines Medizinstudiums in Gießen wollte Saß ursprünglich Internist werden. Doch nach dem Besuch eines Seminars über die Neurochirurgie änderte er seine Pläne grundlegend: „Das Gebiet fand ich sofort sehr spannend – die Neurochirurgie ist ein besonders feines Fach, in dem große Präzision erforderlich ist, genau das liegt mir“, sagt Saß.
Nach seiner Approbation arbeitete er zunächst an der Schildautal Klinik Seesen, bevor er 2017 an das Universitätsklinikum Marburg wechselte. Dort sammelte er zusätzliche Erfahrungen in der Neurochirurgie. „Ich habe vom Kopf bis zur Bandscheibe verschiedenste Operationen durchgeführt. Man kann sagen, dass ich mittlerweile ein Breitband-Neurochirurg geworden bin“, sagt der 44-Jährige lächelnd. Einer seiner Schwerpunkte war jedoch immer die Wirbelsäule: „Die Wirbelsäulenchirurgie ist besonders komplex und abwechslungsreich. Man kann Patientinnen und Patienten langfristig helfen, Defizite verbessern und Schmerzen lindern – das ist ein sehr befriedigendes Gefühl.“
In seinem Fachgebiet hat sich Saß eine herausragende Expertise aufgebaut. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie sowie der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) und besitzt das Masterzertifikat der DWG – die höchste Auszeichnung der Fachgesellschaft und Beleg für langjährige Erfahrung.
Langjährige Kooperation wird gestärkt
„Mit Dr. Benjamin Saß gewinnen wir einen besonders erfahrenen Wirbelsäulenchirurgen. Damit wird die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Wirbelsäulenzentrum weiter gestärkt und die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten am Standort Wehrda langfristig gesichert“, sagt Sebastian Spies, Geschäftsführer des DGD Diakonie-Krankenhauses.
Alleine durch eine weiter steigende Lebenserwartung gewinnt die Wirbelsäulenchirurgie zunehmend an Bedeutung. „Je älter der Mensch wird, desto größer ist natürlich auch der Verschleiß des Körpers. Aber auch schwere körperliche Arbeit, Übergewicht oder eine sitzende Tätigkeit, wie im Büro, schaden der Wirbelsäule“, betont Saß. Er rät auch jüngeren Menschen dazu, den Rücken „nicht zu vergessen“, gezielt zu stärken und im Alltag für ausreichend Bewegung zu sorgen.
Dem an der Georg-August-Universität Göttingen promovierten Mediziner liegt nicht nur seine Tätigkeit am OP-Tisch sehr am Herzen: Er wird auch weiterhin in der Lehre aktiv sein und Studierende der Marburger Philipps-Universität unterrichten.
Seit Juli verstärkt Saß als Teilhaber und Chirurg das Team des WSZ. Operieren wird er seine Patientinnen und Patienten am DGD Diakonie-Krankenhaus Wehrda. Zwischen Praxis und Klinik besteht seit Jahrzehnten eine erfolgreiche Kooperation in direkter Nachbarschaft auf dem Hebronberg.
Dr. Claudia Schuckart war 24 Jahre lang beim WSZ tätig
Der 44-Jährige folgt auf Dr. Claudia Schuckart – die erfahrene Fachärztin für Neurochirurgie war 24 Jahre lang selbständig am Wirbelsäulenzentrum tätig. „Ich freue mich sehr, dass wir Dr. Saß für unsere Praxis begeistern konnten. Mit ihm übernimmt ein fachlich hervorragend qualifizierter Kollege, der nicht nur über eine außergewöhnlich breite operative Erfahrung verfügt, sondern auch menschlich sehr gut in unser Team passt. Ich bin überzeugt, dass unsere Patientinnen und Patienten bei ihm bestens aufgehoben sind“, sagt Schuckart.
