Akut-Geriatrie baut Kapazitäten aus

Selbstständigkeit und Mobilität im Alter erhalten
12 neue Betten: Akut-Geriatrie in Wehrda baut Kapazitäten aus

In Marburg-Biedenkopf leben immer mehr ältere Menschen. Auch der Bedarf an medizinischer Versorgung steigt bei Senioren. Das DGD-Diakonie-Krankenhaus Wehrda hat auf diese Entwicklung reagiert und 12 neue Betten in der Abteilung für Akut-Geriatrie geschaffen.

„Schwindel, Stürze und Schluckbeschwerden sind häufige Gründe, warum ältere Menschen bei uns eingewiesen werden“, berichtet Dr. med. Jörg Schwab. Seit 2014 leitet er als Chefarzt die Abteilung für Akut-Geriatrie am DGD-Diakonie-Krankenhaus Wehrda. Die Geriatrie ist ein speziell auf die Bedürfnisse und Erkrankungen älterer Menschen ausgerichtetes Fachgebiet. „Immer mehr Menschen werden immer älter und brauchen spezielle und individuelle Behandlung. Das spüren wir auch auf dem Hebronberg.“ Rund 1.000 Patienten pro Jahr versorgte seine Abteilung bisher. Dafür standen 54 Betten auf zwei Stationen zu Verfügung. Bis zu 18 Tage bleiben Menschen in der Klinik. „Der Bedarf einer akut-geriatrischen Behandlung nimmt im Landkreis spürbar zu. Daher haben wir jetzt 12 weitere Betten geschaffen“. So können jetzt bis zu 1.200 Menschen pro Jahr geriatrisch behandelt werden.

Lebensqualität zurückgeben

Betagte Patientinnen und Patienten brauchen häufig eine spezielle Versorgung. Denn oftmals liegen mehrere und chronische Vorerkrankungen vor – und nicht selten machen die Einnahme von mehreren Medikamenten eine spezielle Behandlung erforderlich. „Bei älteren Menschen sind manche physiologischen Abläufe anders als bei jüngeren Patienten. Und im Alter sind die Organe einfach nicht mehr so leistungsfähig“, erklärt Dr. Schwab. Ziel der geriatrischen Behandlung sei die Wiederherstellung der Alltagskompetenz. „Wir möchten den Patienten die größtmögliche Selbstständigkeit und Mobilität im Alter ermöglichen – und so ein Stück Lebensqualität zurückgeben.“

Viele Fachkräfte im Team

Körperliche, seelische und soziale Belange stehen im Fokus der Behandlung – immer mit dem Ziel, jeden Patienten möglichst individuell zu betreuen. Daher arbeitet das Team der Akut-Geriatrie auch interdisziplinär: Internisten arbeiten Hand in Hand mit speziell geschulten Pflegekräften, Physiotherapeuten verbessern die Mobilität, Ergotherapeuten helfen bei der Wiederherstellung der Aktivitäten des täglichen Lebens. Logopäden behandeln Schluck- und Sprechstörungen und Gerontopsychologen die psychischen Begleiterkrankungen wie Depressionen. Durch die aktivierende Pflege schließlich werden Senioren zur Selbständigkeit angeleitet und befähigt.

 

„Herzlich Willkommen“ heißt Dr. med. Jörg Schwab, Chefarzt der Abteilung für Akut-Geriatrie am DGD-Diakonie-Krankenhaus Wehrda, seine Patientinnen und Patienten. Foto: Frank Kaiser

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